Tag 2: Salvador de Bahia, unser Resort und Spielort GER-POR

Sonntagabend, Salvador, 30° Luft, 25° Wasser. Leider ist hier Winter, daher spät hell und früh dunkel. Wolkenbruch heute früh, ist aber egal, wenn man Bundesjogi beim Joggen am Strand trifft und die Damen der Fanhansa-Gewinnergruppe sich am Zaun zum abgesperrten Edel-Bereich des Cattussaba Beach Resorts drängeln und mit Erfolg auf Götze, Lahm, Müller und Kollegen warten. Wir begnügen uns derweil mit Raimund Calmund, aus Markensicht ebenfalls höchst bemerkenswert und auch sehr entspannt, was auf Spieler und Trainerteam kaum zutreffen dürfte. 

Die Vorfreude auf morgen ist schon spürbar, noch aber gehts nach einem Tag Sao Paulo nur in eine Schikdkrötenaufzuchtstation eine Stunde entfernt, danach Strand, Alles begleitet von Kulinarik und Caipirinhas.

hotel

Der forscherische Part der Reise lässt derzeit noch etwas zu noch wünschen übrig, da 1. ich der einzige Forscher hier bin, 2. Die einzigen Interviews vom begleitenden Filmteam der Lufthansagentur und der Redakteurin von Radio FFH gemacht werden und weniger erkenntnistheoretischen Charakter haben, 3. im Moment sowieso niemand hier an etwas anderes als Fusball denkt und 4. marktforschung.de kein Honorar zahlt und so kein Druckmittel hat.

Logistik ist dagegen ein omnipräsentes Thema: zunächst Diskussion mit dem SZ-Vertriebschef über das neue digitale Angebot der SZ. Für 8 € im Monat Aufpreis bringt mir die APP (Samsung Galaxy Tab 3 mit 7 Zoll kostenlos dabei) alle lokalen Ausgaben dazu und Updates über die WM-Spiele noch bevor ich morgens hoffentlich fußballbeseelt aufwache. So kanns doch noch was werden mit den Tageszeitungen. Daumen hoch! Logistik die Zweite: Beim Warten an der roten Ampel kann man nicht nur Radio hören und Mails checken. Hier läuft das gesamte Angebot an Flaggen, T-Shirts, Kopfbedeckungen in bester marktwirtschaftlicher Manier zwischen den Autos herum. Leider reichen meine nicht vorhandenen Portugiesisch-Kenntnisse nicht aus und ich traue mich nicht einen der Händler anzusprechen. Wüßte auch nicht welchem ich vertrauen würde und ob der auch Dollars nimmt. 

Dank der FAZ (ich muss in meinem Bericht streng überparteilich sein) vom Freitag dem 13., Seite 6 weiss ich warum unser aller Kanzlerin Brasilien zum neuen Vorbild nehmen sollte: 68% Wasserkraft, 29% Wärmekraft, 2% Wind und 1,5% Atomenergie. Die kommen also ohne Braunkohlekraftwerke hin und fast ohne Kernenergie. Wenn der Klimawandel so richtig loslegt, dann geht das bei uns auch bald. Appell an die FAZ: Warum ist auf einer ganze Seite Zahlen und Statistiken über Brasilien kein einziges Befragungsergebnis? Braucht uns Marktforscher denn niemand?

Abendliches Brandungsschwimmen, eigentlich nicht ganz vernünftig, aber einfach nur wundervoll. Danach schon wieder Churraskeria – so langsam passt das Auswärtstrikot nicht mehr. Unruhe in der Gruppe … es geht allen genau so und wohl dank Fanhansa so weiter. 

Es grüßt in gespannter Erwartung des heutigen Highlights – bei uns um 13 Uhr mittags. 

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